Schachclub Miesbach 1949
5. Mai 2024

 

Wiederaufstieg nach 16 Jahren

Der Schachclub Miesbach 1949 hat den 2. Platz der A-Klasse im Schachkreis Zugspitze belegt und ist damit in die Kreisklasse aufgestiegen.

Dabei fing es nicht gut an. In den ersten zwei Spielen im Oktober und November letzten Jahres setzte es eine Niederlage und ein Unentschieden. Der Verein hatte den Abstieg vor Augen. Nach einem knappen Sieg in der dritten Runde mit 3½ : 2½ Punkten gab es jedoch Licht am Ende des Tunnels, ein Mittelfeldplatz war erreicht. Dann kam der Donnerschlag. Der SC Miesbach besiegte SC Ammersee II in der vierten Runde mit 6 : 0 und stand auf Platz 2. Nach einem weiteren Sieg in der fünften Runde kamen Aufstiegsträume auf. Die wären allerdings schnell zerplatzt, wenn nicht Heidi Oswald-Meister in der sechsten Runde über sich selbst hinausgewachsen wäre, und einen wesentlich stärkeren Gegner besiegte. So gab es für die Mannschaft wieder einen knappen Sieg. Durch eine Niederlage in der siebten Runde rutschte der SC Miesbach nach der spielfreien achten Runde auf den dritten Platz.

So kam es in der letzten Runde zu einem Showdown mit dem erstplatzierten SC Hohenpeißenberg. Am sechsten Brett spielte Ferdinand Dolle, der dem Verein erst im März nach seiner Teilnahme an der Offenen Schachmeisterschaft Miesbach beigetreten war. Ihm gelang in weniger als einer Stunde ein Sieg. Das bedeutete Rückenwind für die Miesbacher an den anderen fünf Brettern, an denen ihnen jeweils gleichwertige Spieler gegenübersaßen. Nachdem auch Manfred Lechner am fünften Brett einen Punkt holte und die anderen vier Partien mit einem Remis ausgingen, stand der Sieg mit 4 : 2 Punkten und damit der Aufstieg in die Kreisklasse fest.

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hatte der Mannschaftsführer Rainer Bähr, der in unermüdlichen Telefonaten die Mannschaft für die jeweiligen Spiele zusammenstellte. Top-Scorer wurde der an Brett 1 spielende Winfried Basener mit 6½ Punkten aus acht Spielen.

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Die Mannschaft des SC Miesbach: Andreas Hössle, Wolfgang Basener, Ferdinand Dolle (oben von links),
Manfred Lechner, Heidi Oswald-Meister, Rainer Bähr (unten) und Winfried Basener (ohne Bild)